Willkommen in Ückendorf

Flüchtlingshilfe in St. Josef

Die Gemeinde St. Josef (Gemeinderat und Vereinsgemeinschaft St. Josef e.V.) führt in Zusammenarbeit und der Trägerschaft des Caritasverbandes Gelsenkirchen e.V. ein Projekt zur Flüchtlingshilfe durch.  

Internationales Café-Ückendorf

Seit März 2016 bieten wir im Jugendheim St. Josef in den Vormittagsstunden zwischen 10:00 und 14:00 Uhr das Internationale Café-Ückendorf an. Eingeladen hierzu sind Menschen, die z.B. aus Syrien, dem Irak, aus Eritrea und anderen Ländern als Asylsuchende bei uns in Ückendorf, der Neustadt oder in Bulmke-Hüllen angekommen sind. Wir wollen zusammen mit dem Caritasverband Gelsenkirchen e.V. diesen Menschen helfen, sich hier etwas besser einzuleben, sie mit unseren Lebensgewohnheiten vertrauter zu machen, unsere Sprache zu lernen oder sich im deutsch/europäischen Behördendschungel zurechtzufinden. 

Mit Hilfe von „Freifunk“ konnten im Jugendheim Router in Betrieb genommen werden, die tagsüber einen sicheren und kostenfreien Internetzugang ermöglichen. 

Aber es wird immer noch Ihre Hilfe benötigt:

Menschen, die bereitwillig einen Teil ihrer freien Zeit sinnvoll einsetzen wollen. Teams mit 3 bis 4 Helferinnen oder Helfer, die Kaffee kochen, die Tische decken, sich auf Gespräche einlassen, aber auch zum Spülen und Aufräumen dabei sind. 

Kaffee, Tee, Kekse, Spiel- und Schulmaterial sind als Spende auch jederzeit willkommen. Wer einen Kuchen backen möchte, kann sich mit unseren Teams absprechen.

Für die Kinder gibt es in einem Raum Spiele und Malsachen zur Beschäftigung. Ganz nebenbei lernen die Kinder auch die deutschen Worte für das Spielzeug – eben „Spielend Deutsch lernen“! Hier wünschen wir uns aktuell Steckbausteine (Duplo) als Spielmaterial. Vielleicht gibt es in Ihrem Haushalt noch solche Bausteine?

Besuchen Sie uns ...

Sie können gerne einmal unverbindlich bei uns reinschauen, sich zu unseren Gästen setzen und einen Kaffee oder Tee trinken. Bei dieser Gelegenheit können Sie sich auch unser Cafébetrieb anschauen und mit unseren Helferinnen und Helfern klären, was als nächstes dringend benötigt wird.

Und – last not least – Geldspenden sind auch immer willkommen. Hierfür steht das Konto der Vereinsgemeinschaft St. Josef e.V. zur Verfügung. (Um Missbrauch zu erschweren teilen wir Ihnen die Daten zur Bankverbindung auf Anfrage per Mail: info[at]st-josef-ueckendorf.de mit. Bitte das Stichwort „Flüchtlingshilfe“ einsetzen, damit Ihre Spende zweckentsprechend verwendet wird. Spendenbescheinigungen können auch ausgestellt werden, wenn Name und Anschrift der Spender mitgeteilt werden.

Die Gemeinde – wir alle – können also helfen, den Menschen, die aus großer Not ihre Heimat verlassen haben und vor dem ständigen Bombenhagel geflohen sind, zu helfen, sich hier bei uns etwas mehr einzuleben und eine Zuflucht ohne Angst zu finden.Sind – waren – unsere Eltern nicht auch einmal Flüchtlinge? Lassen Sie uns nicht zu lange auf Ihre Hilfe und Unterstützung warten.

Nikolaus war bei Kolping

Gäste des Internationalen Cafés Ückendorf waren eingeladen

Die Kolpingsfamilie Ückendorf erhielt am Versammlungsabend am 06. Dezember einen Besuch vom Nikolaus. Der Saal des Gemeindezentrums St. Josef war mit über 100 Personen gut gefüllt.

Der Nikolaus kam aber nicht nur zu den Mitgliedern von Kolping, sondern auch und ganz besonders zu den Gästen und deren Kindern vom Internationalen Café Ückendorf. Mehr als 60 Flüchtlinge waren mit ihren Kindern der Einladung gefolgt.

Der Nikolaus – unterstützt von zwei Jugendlichen, die als Dolmetscher die Worte vom Nikolaus übersetzten – erzählte nach der Begrüßung, dass ihm seine Engel mitgeteilt haben, es gäbe Menschen, die Hauswände mit „Ausländer raus“-Parolen beschmierten. Schließlich hatten es die Ausländer satt! Sie wollten raus, zurück in ihre Heimat: Zuerst gingen die Teepackungen, Kaffee- und Kakaopakete in ihre Heimat zurück, ihnen folgten die vielen Autos, die nicht aus Deutschland stammen. Auch die Südfrüchte folgten dieser Parole. Schokolade und Burger schlossen sich dem Auszug aus Deutschland an. Alle Produkte und Menschen, die nach ihrer Herkunft nicht „deutsch“ waren, verließen unser Land. Nur drei Personen blieben am Ende in Deutschland zurück: Maria, Josef und das Christuskind – sie wollten als Hoffnung für eine bessere Zukunft bleiben.

Nach dieser Erzählung rief der Nikolaus die Kinder zu sich. Jedes Kind bekam eine Tüte mit Süßigkeiten und für alle Mitglieder und Gäste gab es noch einen Stutenkerl. Natürlich wurde auch viel gesungen (wie bei Kolping üblich). Ein Flüchtlingsjunge versuchte sich am bereitstehenden Klavier und freute sich, dass er sich auf diese Weise an der Unterhaltung beteiligen konnte. Leuchtende Kinderaugen und fröhliche Gesichter bei den Gästen waren ein guter Dank für diese Einladung. Auch persönliche Worte des Dankes durch einige Gäste nicht nur für diesen Abend, sondern auch für die gute Aufnahme und viele Hilfen durch das Internationale Café rundeten den Abend ab.  

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