Heilig Kreuz

Bochumer Straße 113, 45886 Gelsenkirchen 

In den Jahren bis 1919 war die Gemeinde St. Josef zahlenmäßig so stark gewachsen, dass der Bau einer neuen Kirche notwendig wurde. Der Architekt Josef Franke plante nach einem Beschluß des Kirchenvorstandes St. Josef die Kirche Heilig Kreuz an der Bochumer Straße 113, die am 02. Oktober 1929 vom Paderborner Erzbischof Dr. Kaspar Klein eingeweiht wurde.

Diese Kirche entstand im Stil des Backsteinexpressionismus mit der Parabel als Grundform, die sich in der Kirche vielfach wiederholt. Sie gilt heute als das bedeutendste Werk von Josef Franke, der noch etliche weitere Backstein-Bauwerke in Gelsenkirchen und darüber hinaus erstellte.

1993 erfolgte eine sehr behutsame Sanierung mit der Freilegung und Restaurierung der expressionistischen Gewölbeausmalung sowie einer darauf abgestimmte Neufassung des Innenraumes. Der Kirchengemeinde Hl. Kreuz wurde für diese Erneuerung ihrer Parabelkirche das Ehrendiplom von Europa Nostra verliehen. Die Arbeiten wurden unter maßgeblicher Beteiligung von Frau Dr. Christel Darmstadt durchgeführt.

78 Jahre durfte die Hl. Kreuz-Kirche religiöse Heimat für viele Ückendorfer Christen sein, bis sie im Zuge der Neuordnung der Pfarreien im Bistum Essen am 19. August 2007 "außer Dienst" gestellt wurde.

Voraussichtlich Ende 2015 wird die Heilig Kreuz-Kirche vom Bistum Essen an die Stadt Gelsenkirchen übergeben. Die Heilig Kreuz-Kirche wird entwidmet und anschließend zu einer Kulturstätte umgebaut.