Im Frühjahr 1979 wurde der „kleine Turm“, auch Dachreiter genannt, vollständig renoviert. Das neue Turmkreuz wurde in der Karfreitags Liturgie am 13. April gesegnet und am 25. April 1979 aufgesetzt. In der vergoldeten Kugel unterhalb des Kreuzes hatte der Architekt K. H. Rotthoff eine Kupferflasche mit einer Urkunde einlöten lassen. Diese Urkunde war übrigens vorher von Herrn Rotthoff nach Rom zum hl. Vater geschickt worden, mit der Bitte um einen Segensgruß. Diese Bitte wurde erfüllt und das Begleitschreiben wurde ebenfalls in die Kupferflasche eingelötet. 
Die Urkunde in der Kupferflasche enthält den nachfolgenden Text:

Die Urkunde in der Kupferflasche enthält diesen Text - im Original handschriftlich in der Schriftart Fraktur geschrieben, hier zur besseren Lesbarkeit in "normaler" Schrift.

Crux fidelis, inter omnes Arbor una nobilis; Nulla silva talem profert fronde, flore, germine: Dulce lignum, dulces davos, Dulce pondus sustinet.

Rahmenstrophe aus der Kreuzverehrung des Karfreitages

Im Jahre des Heils,
als Johannes Paul II. Papst
Joseph Kardinal Höffner Metropolit
Dr. Franz Hengsbach Bischof von Essen
Josef Hütte Propst an St. Augustinus Gelsenkirchen
Pater Josef Tobolski OFM Pfarrer an St. Josef Ückendorf war,

als Walter Scheel Präsident der Bundesrepublik Deutschland
Helmut Schmidt Kanzler der Bundesrepublik
Johannes Rau Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen
Werner Kuhlmann Oberbürgermeister von Gelsenkirchen war,

wurde dieses Kreuz am Karfreitag, den 13. April 1979 während 
der Karfreitagsliturgie vom Pfarrer gesegnet und am Mittwoch, 
den 25. April auf dem Vierungsturm aufgesetzt.

Mit den Unterschriften von:

Pater Josef Tobolski OFM, Pfarrer
Ch. Vogedes, stellv. Vorsitzender des Kirchenvorstandes
Dr. Jutta Grütters
Paul Jaschinski
Alfons Ammeling
Klaus Rassmann
Bernhard Brune
Franz Reinhardt
Ludwig Barheier
als Mitglieder des Kirchenvorstandes
Karl-Heinz Rotthoff, Architekt
Willi Fuchtmann
Michael Fuchtmann
Wilhelmus et Michael Fuchtmann hanc crucem ficerunt.

Die Übersetzung der Kopfleiste dieser Urkunde entspricht dem folgenden Text: 

Heiliges Kreuz, du Pfand des Heiles, Baum, von allen hochgeehrt, keiner glich dir je an Blättern, schönen Blüten, edler Frucht. Liebes Holz, du hast gehalten liebe Nägel, liebe Last.

Bevor Pater Josef am 04. Juli 1993 die Gemeinde verließ, standen seine Nachfolger schon fest. Mit Wirkung vom 05. Juli 1993 hat unser Bischof, Dr. Hubert Luthe, den polnischen Minoritenpater Leo Rawalski OFM conv. zum neuen Pfarrer an St. Josef ernannt. Mit ihm nahmen Pater Henryk Sofinski als Kaplan, und Pater Adam Kalinowski als Subsidiar ihren Dienst in St. Josef auf. In einem festlichen Gottesdienst am 26. September 1993 wurden sie vom Dechanten Edmund Ernst in ihr Amt eingeführt. Bei der anschließenden Begegnung war unser Pfarrsaal bis auf den letzten Platz gefüllt.

Das Jahr 2007 brachte für alle Kirchengemeinden im Bistum Essen zum Teil schmerzliche Veränderungen. Die Zahl der katholischen Christen im Ruhrbistum ist so sehr gesunken, dass Kirchen geschlossen und Pfarreien zusammengelegt werden mußten. In Gelsenkirchen wurden die bisher selbständigen Pfarrgemeinden zu nur noch vier Gross-Pfarreien zusammengeführt:

St. Urbanus wird Popsteipfarrei für Gelsenkirchen-Buer

St. Hippolytus für Gelsenkirchen-Horst

St. Joseph Schalke für Gelsenkirchen-Schalke

St. Augustinus wird Propsteipfarrei für Stadtmitte und den Süden der Stadt

In Ückendorf wird die Kirche Heilig Kreuz "außer Dienst" gestellt. Sie ist damit nicht entweiht, es finden aber keine Gottesdienste mehr dort statt. Die Kirche wird zwischenzeitlich immer wieder für kulturelle Zwecke genutzt. 

St. Thomas Morus wird zur "Filialkirche" von St. Josef - somit sind wieder alle drei Kirchen zu einer Gemeinde St. Josef vereint. Die Seelsorge für die größer gewordene Gemeinde obliegt den Patres in St. Josef. Für die Verwaltung der Gemeindezentren St. Thomas Morus und St. Josef wird die "Vereinsgemeinschaft St. Josef, Gelsenkirchen-Ückendorf e.V." als eingetragener, gemeinnütziger Verein nach dem Muster des früheren "Vereinshaus e.V." durch die Vertretungen der Vereine und des Gemeinderates gegründet.

Am 31. August 2012 endete die Amtszeit von Pater Leo Rawalski als Pastor der Gemeinde St. Josef. Pater Leo übernimmt die Seelsorge für die Gemeinde St. Laurentius in Duisburg.

Neuer Pastor wurde ab dem 1. September 2012 Pater Adam Kalinowski OFM conv. Pater Adam übernimmt damit zusammen mit Pater Christoph die seelsorglichen Aufgaben für St. Josef. Die offizielle Amtseinführung erfolgte in der Vorabendmesse am 08. September 2012 durch den Pfarrer, Monsignore Propst Manfred Paas. Zur anschließenden Begegnung traf sich die Gemeinde im Gemeindezentrum an der Knappschaftsstraße.

nach oben