Sankt Thomas Morus Die Kirche St. Thomas Morus mit Gemeindezentrum im Holtkamp 40

Kirche St. Thomas Morus

St. Thomas Morus wurde in den 1960ger Jahren durch den Archtitekten Professor Gottfried Böhm geplant, im Südosten von Ückendorf gebaut und 1966 eingeweiht.

 

„Kirchen gaben der Stadt den Namen"

Unter diesem Titel veröffentlichte Rudolf Brock 1986 ein Buch über die Gotteshäuser seiner Stadt Gelsenkirchen. Aus dem Vorwort zitieren wir: „Man hat die Kirche die subjektive Seite dessen, was mit Offenbarung gemeint ist, genannt. Wenn aber die Geschichtlichkeit das Kennzeichen der menschlichen Entfaltung ist, dann muss auch eine Offenbarung, die den Menschen betreffen soll, in die Geschichte eingehen. Hier  gilt für die Kirche: Geschichte, Tradition, lebendige Überlieferung gehören wesentlich zu ihr. Dabei bleibt wichtig, dass Geschichte nicht nur zeigt, was und wie etwas gewesen ist sondern was und wie etwas ist."

Und zu St. Thomas Morus in Ückendorf lesen wir: „Es gibt Kirchen in unserer Stadt, obgleich „Töchter" oder gar nur„Enkel", die ihren „Vorfahren" etwas voraushaben. Sind sie auch keine Mutterkirchen, gehören sie nicht einmal zu der breiten Front der im Zuge der Industrialisierung in Gelsenkirchen gebauten Gotteshäuser, so ist ihr Vorzug der besondere architektonische Entwurf. Als Merkmale, Zeichen einer bestimmten Stilepoche, stehen sie unter uns, berufen, späteren Geschlechtern etwas auszusagen vom Ringen unserer Zeit um den Kirchenbau, der keine … Anleihen bei vergangenen Kunstformen machen wollte …."

Heinz Dohmen

Literatur:
Heinz Dohmen, Kirche – Haus Gottes und der Gemeinde, Neue Kirchen im Bistum Essen 1965-1990, Plöger-Verlag GmbH, Annweiler 1992.

Fotos:
Archiv Kath. Kirchengemeinde St. Thomas Morus, Gelsenkirchen-Ückendorf; 
alle anderen Andreas Lechtape, Münster.

Schnell, Kunstführer Nr. 2042, Erste Auflage 1992

Diese Reihe „Kleine Kunstführer" durch Kirchen, Schlösser und Sammlungen im mitteleuropäischen Kulturraum kann beim Verlag abonniert werden. Begründet von Dr. Hugo Schnell † und Dr. Johannes Steiner. Verlegerische Betreuung Josef Fink.

VERLAG SCHNELL & STEINER GMBH • MÜNCHEN UND ZÜRICH

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