Das „Unerhörte“: In Gottes Hand zu sein. (Dag Hammarskjöld)

Gemeinde St. Augustinus

Das alte Jahr hat sich an Silvester verabschiedet. Der heilige Silvester, der dem letzten Tag des Jahres seinen Namen gibt, war Papst (314-355) in der Zeit der Christenverfolgung. Unter Kaiser Konstantin erhielt das Christentum endlich seine Freiheit. So konnte Silvester die Kirche nach langer Zeithttp://www.nikolaus-gross.com/index.html der Unruhe und Bedrohung in eine Periode des Friedens führen. Er ist deshalb wohl der „richtige“ Heilige zum Anbruch eines neuen Jahres.

Und dieses neue Jahr 2021 liegt nun „taufrisch“ vor uns: mit seinen hoffnungsvollen Aussichten, mit seinen verlockenden Möglichkeiten, mit seinen vielfach geäußerten Wünschen nach Glück, Gesundheit, Frohsinn. Aber auch mit all seinen Unwägbarkeiten, seinen Gefährdungen und Bedrohungen, mit seinen dunklen Stunden. Das Neue ist immer mit Wagnis verbunden - Ende offen. Aber Wagnis ist „Vertrauenssache“. Gerade in Zeiten gewaltiger Umbrüche und Veränderungen brauchen wir "Vertrauensleute", auf die wir „felsenfest“ bauen können. Ohne ein solches Vertrauen ist verlässliches Leben, sind verlässliche Beziehungen in Ehe, Familie, Freundschaften undenkbar.
Auf dem Weg zu dieser Einsicht stoßen wir immer wieder an unsere eigenen Grenzen. Da tut „Gottvertrauen“ gut. Das ist keine fromme Floskel. Gerade zu Beginn eines neuen Jahres darauf bauen zu können, dass da EINER ist, der mir vertraut und dem ich vertrauen kann, lässt mich zuversichtlich den Weg ins neue Jahr gehen. Was auch immer auf mich zukommen mag, ER, der Gott allen Lebens - und auch meines Lebens - wird mir auch in diesem Jahr und weit darüber hinaus entgegen kommen. Mit ausgestreckter Hand, der ich mich getrost anvertrauen darf.

Mögen wir uns auch im Jahr 2021 in Gottes Hand gut aufgehoben wissen, das wünsche ich uns allen von ganzem Herzen.
Ihr Pastor Mirco Quint

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