ICHTYS - Das Zeichen des Fisches

Gemeinde St. Augustinus

Liebe Gemeinden!

Das Zeichen des Fisches. Wir kennen es wahrscheinlich alle, auf viele Autos geklebt, begegnet es uns häufig. Ein Zeichen für Christen. Wie Brot und Wein steht der Fisch biblisch für die Fürsorge und den Segen Gottes.

In der frühen Kirche war es für die Jesusanhänger ein Geheimzeichen. Sie nahmen so Kontakt miteinander auf.
Der Eine zeichnete einen Bogen in den Sand – und wenn der Andere den Bogen gegengleich (zu einem stilisierten Fisch) dazu malte, wusste man das er auch dazu gehörte. Das griechische Wort für Fisch lautet „Ichtys“ und die Menschen haben die Buchstaben dieses Wortes entsprechende gedeutet: Jesus (Jesous), Christus (Christos), Gottes Sohn (Theou Hyios), Retter (Soter).
So ist bis heute dieses Zeichen - neben dem Kreuz - ein Erkennungszeichen der Christen.
Die Jünger Jesu sind nach seinem Tod wieder in ihre alte Heimat und in ihre alten Berufe zurückgegangen. Sie konnten es nicht einordnen, was da in Jerusalem geschehen war. Der schlimme Tod Jesu am Kreuz, das leere Grab und dann die Erzählungen der Frauen, der Herr sei auferstanden. Im heutigen Evangelium bemühen sich die Jesusjünger eine ganze Nacht lang vergeblich um einen guten Fischfang. Ihre Netze bleiben niederschmetternd leer. So leer wie ihre Herzen. Fehlt ihnen etwa das Gottvertrauen? Stehen sie noch in Verbindung mit Jesus, dem Menschgewordenen Gottessohn?
Doch als er ihnen sagt, dass sie die Netze auf der anderen Seite des Bootes auswerfen sollen, tun sie es. Und – sie sind überwältigt vom großen Fang.
Als sie am Ufer das Kohlefeuer mit Brot und Fisch sehen, ahnen sie wohl schon etwas. Da ist schon so etwas wie ein leises Erkennen. „Der Bauch sagt ja, der Kopf sagt nein…“ Und als er zu ihnen sagt: Kommt her und esst!
Und das Brot und den Fisch mit ihnen teilt, da wissen sie es!
Da brauchen sie ihn auch nicht mehr fragen, wer er ist. Sie sind gewiss – es ist der Herr! Und plötzlich sind da wieder das Vertrauen und der Mut. Sie wissen nun, Jesus wird sie nicht mehr verlassen.
Vielleicht geht es uns in dieser besonderen Zeit auch manchmal so, wie den Jüngern. Wir sind niedergeschmettert und leer, wissen nicht wie es weitergehen soll. Auch unsere Pläne wurden durchkreuz, sind gestorben, mussten wir begraben. Doch die Zukunft kommt, wird neu, ganz anders als wir geplant hatten. Aber sie wird!
Ich wünsche Ihnen und euch dieses Vertrauen, den Mut und die Gewissheit der Jünger. Der Herr ist auferstanden! Mit ihm können wir die Zukunft gestalten.
Er lässt uns niemals mehr allein.
Ihre Martina Melles, Gemeindereferentin

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