Impuls zur AT Lesung des 5. Sonntags der Fastenzeit 2020

Gemeinde Hl. Familie

Ez 37,12b-14

Auf den ersten Blick ist Ezechiels Vision wie ein Bild, aus einem Horrorfilm. Tote werden aus Gräbern geholt, einfach gruselig und gespenstisch!  Doch auf den zweiten Blick ganz anders!

Keine Gespenster! Es ist Gottes Geist, der dort wirkt! Der Geist, der mit seinem Lebenshauch alles weitet, alles Verschlossene, Verlassene öffnet. Der Geist, der gegen unsere Enge und Angst, in unseren Köpfen herumspukenden Gespinste und bleichen Gespenster etwas entgegensetzt. Denn Gott selbst wird die Gräber öffnen und sein Volk herausholen – nicht zur makabren Effekthascherei, sondern um Menschen das Leben wiederzugeben, die allen Mut und jegliche Hoffnung begraben haben. Gott setzt etwas gegen die gängige Meinung: alles ist sinnlos, wir sind doch schon längst tot. Denn so fühlen sich die Menschen in Israel zur Zeit Ezechiels. Doch der Prophet hält dagegen: Gott sagt dem Volk zu, dass sein lebenspendender Geist wirken und es wiederbeleben wird. Gegen alle Wahrscheinlichkeit, gegen alle gängigen Wahrheiten. Und dieses Unwahrscheinliche, aber einzig Wahre, sagt Gott jedem einzelnen Menschen zu, Mann oder Frau, groß oder klein, der seine Lage für hoffnungslos hält.

Lassen auch wir uns heute diese Worte des Propheten für die kommenden Woche zusprechen. In einer Situation die viele von uns nur schwer aushalten können – Kontaktsperren, Einsamkeit und Isolation. Keiner weiß wie lange es noch dauern wird. Doch die Lage ist nicht hoffnungslos! Gott spricht auch uns zu, dass er uns aus diesem Grab heraufholen wird, dass er uns lebendig macht und wieder ins (normale) Leben zurückholt. Vertrauen wir auf seinen Leben spendenden Geist!

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