Rahmenbedingungen vertrauensvoller Gemeinschaft

Gemeinde St. Augustinus

Liebe Pfarreimitglieder!

Er kam in den Raum und ging unbefangen auf seine beiden Freunde zu; als sie ihn sahen, verstummte das Gespräch, sie wirkten ihm gegenüber unsicher.

Er wurde das Gefühl nicht los, dass sie über ihn gesprochen hatten, ihnen das aber jetzt peinlich war: Vertrauensvolle Gemeinschaft sieht anders aus als in einer solchen Szene, wie sie manche von uns vielleicht aus eigener Erfahrung kennen.

Um Rahmenbedingungen vertrauensvoller Gemeinschaft geht es auch im heutigen Evangelium. Dabei wird schnell deutlich: Leichte Antworten zur Frage des Gelingens, aber auch der Grenzen vertrauensvoller Gemeinschaft gibt es nicht. Das ist auch dem Evangelisten Matthäus bewusst. So balanciert er zwischen dem Traum von einer Kirche als tragfähiger, lebendiger Gemeinschaft und dem Wissen um die realistischen Grenzen des tagtäglichen Zusammenlebens zwischen Menschen auch in der Kirche – besonders dann, wenn jemand zur Belastung wird.

Christliches Machtmittel sollte nicht das vor allem ausschließende (und womöglich gar noch vorschnelle) Urteil sein; das widerspräche dem Geist Jesu Christi. Das darf aber auch nicht mit der Ansicht verwechselt werden, es sei alles letztlich egal. Es geht um anderes und um mehr: Wir müssen uns auf den oft mühsamen Weg machen, das von Jesus Intendierte zu suchen im ehrlichen und wohlwollenden Dialog, wissend um seinen Geist, den er uns schenken wird. Und auf diesem Weg zu vertrauensvoller Gemeinschaft gilt als wesentlicher Maßstab mit Paulus: „Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses.

Also ist die Liebe die Erfüllung des Gesetzes.“ (Röm 13,10)
Ihr Pastor Mirco Quint.

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