Hl. Augustinus, der nicht ganz leicht zu fassen ist

Gemeinde St. Augustinus

Liebe Pfarreimitglieder!

Am heutigen Sonntag feiern wir das Patrozinium der Kirche und Pfarrei St. Augustinus. Der Gedenktag selber ist der 28. August.

Mit dem Hl. Augustinus ist uns ein Pfarr- und Kirchenpatron aufgegeben, der nicht ganz leicht zu fassen ist. Anders als bei so populären Heiligen wie Nikolaus und Martin, gibt es bei ihm keine einzelne Tat, die ihn so berühmt gemacht hat.

Vielmehr sind es seine anspruchsvollen und sehr intellektuellen theologischen Reflexionen; die aber erfordern Mühe und Intensität.
Und doch wird ihm ein Wort zugeschrieben, dass alle seine Reflexionen und Gedanken auf einen entscheidenden Punkt zu bringen scheint, nämlich das Wort: „Liebe und was Du dann willst, das tu!“
Zunächst klingt dieses Wort wie ein Freibrief für alles, worauf man Lust hat. Für Augustinus aber bindet sich die Liebe an die Vorstellung Gottes und der Auskunft des
Neues Testamentes, dass „Gott die Liebe [ist].“ (vgl. 1. Johannesbrief 4, 16).
Davon ausgehend gewinnt die Liebe eine Qualität, die einfach keinen Egoismus und keine Selbstsucht mehr kennt.
Wer wirklich aus der Liebe – und damit aus Gott – als Quelle lebt, der kann nichts Falsches tun, der kann keinen falschen Weg gehen. Wenn ich all mein Handeln und Denken wirklich in den Horizont der Liebe stelle und alles, wirklich alles daran messe und orientiere, dann ist auch alles genau davon erfüllt.
Die Liebe ist das höchste und wichtigste Kriterium für mein Handeln und mein Denken. Genau das schließt ja auch das Gebot Jesu ein, dass wir Gott und den Nächsten lieben sollen! (vgl. Lukas 10, 27)
Ein mühsamer Patron; aber lohnenswert, sich mit ihm zu beschäftigen.
Dass uns dieses Wort des Hl. Augustinus in der nächsten Zeit beschäftigen und vielleicht sogar leiten und inspirieren möge, das wünscht Ihnen,

Ihr Markus Pottbäcker, Propst

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