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Der Beitrag ist vom 12.12.2023 – die enthaltenen Informationen sind ggf. nicht mehr aktuell.
Altstadt | #mitteilung #advent

"Da berühren sich Himmel und Erde...": Die Adventsleiter in St. Augustinus

Statt eines Adventskranzes schwebt in der Propsteikirche dieses Jahr eine über fünf Meter lange, mit Kerzen bestückte Leiter im Chorraum und verbindet ein "Oben" mit einem "Unten". Die Symbolik hinter dieser neuen Idee erklärt das Team „Glauben erleben in Altstadt, Neustadt, Rotthausen“ in diesem Beitrag.

Advents(kranz)leiter im Chorraum

„Das Volk, das im Dunkel lebt, / sieht ein helles Licht; über denen, die im Land der Finsternis wohnen, / strahlt ein Licht auf.“ (Jesaja 9,1)

Der Advent ist die Zeit des Jahres, in der wir uns auf die Ankunft Gottes auf Erden vorbereiten. Oft sagen wir: „Gott kommt auf die Erde herab“ oder „Das Jesuskind will Himmel und Erde verbinden“.

Aus diesem Grund hat sich das Team im pastoralen Handlungsfeld „Glauben erleben in Altstadt, Neustadt, Rotthausen“ dazu entschieden dieses Jahr den Adventskranz etwas anders zu gestalten und diesem „Herabkommen“ eine bildliche Symbolik in Form einer Leiter zu geben.

Leitern helfen uns im Alltag etwas zu erreichen, an das wir sonst nicht herankommen würden, wenn wir nicht groß genug sind. Die Feuerwehr bringt uns über Leitern in Sicherheit. Mit Leitern kann man Mauern übersteigen. Und sie verbinden ein „Oben“ mit einem „Unten“. – Himmel und Erde.

Im Chorraum der Kirche schwebt darum nun eine über fünf Meter lange Leiter, die vier Kerzen trägt. Während der Adventszeit, die ja auch Fastenzeit ist, kommen wir Gott in Vorbereitung auf Weihnachten immer näher. Aber auch Gott, das Licht, kommt uns immer näher, und so leuchten die Kerzen – von oben nach unten herab – nach und nach an den Adventssonntagen auf. Die Verbindung wird stärker und heller, der Weg zu Weihnachten wird immer klarer. An Heiligabend schließlich dürfen wir uns über das Licht Gottes in der Geburt von Jesus Christus auf der Erde freuen.

Und noch ein schönes Bild zur Leiter gibt es in Genesis 28,12: Jakob träumt von einer Treppe (oder je nach Übersetzung auch Leiter) zwischen Himmel und Erde:

Er sah eine Treppe, die auf der Erde stand und bis zum Himmel reichte. Auf ihr stiegen Engel Gottes auf und nieder.

So eine Verbindung zwischen Himmel und Erde haben wir in diesem Advent nun auch in der Propsteikirche St. Augustinus. Lassen Sie sich von diesem ungewöhnlichen „Adventskranz“ inspirieren darüber nachzudenken was Advent eigentlich (für Sie) bedeutet, neben all dem Geschenke-Kaufen, Weihnachtsfeiern und dem damit verbundenen Stress. Und setzen Sie sich gerne immer wieder einen Moment in die Bank und beobachten Sie wie das Licht Woche für Woche der Erde näherkommt.

Wir wünschen Ihnen eine schöne Adventszeit! 
Ihr Team Glauben erleben in Altstadt, Neustadt, Rotthausen

Foto: Cornelia Fischer

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