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Der Beitrag ist vom 14.02.2023 – die enthaltenen Informationen sind ggf. nicht mehr aktuell.
Bistum | #mitteilung

Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs im Bistum Essen geht weiter

Am 14. Februar wurde in Essen eine weiterführende Studie vorgestellt, die Hintergründe und Dynamiken der sexualisierten Gewalt in der Geschichte des Bistums Essen untersucht hat.

Im Unterschied zu bereits abgeschlossenen juristischen Untersuchungen, verfolgt diese Studie einen sozialwissenschaftlichen Ansatz, mit dem nach einem Gesamtblick auf die Missbrauchsgeschichte des Ruhrbistums ausgewählte Fälle multiperspektivisch untersucht wurden.

Darüber hinaus nahmen die Wissenschaftler den Umgang der Verantwortlichen des Bistums mit Betroffenen, Tätern sowie den jeweiligen Gemeinden oder Einrichtungen intensiv in den Blick. Neben der Untersuchung zahlreicher Akten wurden rund 60 ausführliche persönliche Interviews geführt.

Wie konnte und kann es zu sexualisierter Gewalt im Bistum Essen kommen? Wie kann diese Gewalt bestmöglich verhindert werden?
Diesen Fragen hat sich das Bistum Essen mit der Beauftragung einer sozialwissenschaftlichen Studie gestellt, deren Ergebnisse nun vorliegen. Nach den bereits erfolgten, vor allem juristisch orientierten, Aufarbeitungen des Missbrauchsskandals hat diese weiterführende Studie nun die systemischen und strukturellen Hintergründe sowie die damit verbundenen Dynamiken untersucht, die sexuellen Missbrauch durch Kleriker und andere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bistum Essen begünstigt haben.

Mit einem breiten Informations- und Hilfsangebot begleitet das Bistum die Veröffentlichung der vom Münchener Institut für Praxisforschung und Projektberatung (IPP) erstellten Studie. Auf der Internetseite https://aufarbeitung.bistum-essen.de stehen die komplette Studie zum Download und ergänzende Informationen zu den Ergebnissen bereit.

Termin und Hilfsangebote:

  • unabhängige Unterstützung und Beratung bei Fällen und Fragen zu sexualisierter Gewalt:
    Die „Praxis für Sexualität“ in Duisburg unterstützt und berät bei Fällen und Fragen zu sexualisierter Gewalt im kirchlichen Kontext des Bistums Essen. Die Beratung erfolgt im Interesse der Ratsuchenden und kann anonym erfolgen. Das Team der Praxis besteht aus therapeutisch und beratend ausgebildetem Personal und steht bei allen Fragestellungen, Verdachtsmomenten und sonstigen Anliegen zur Seite. Die Kosten übernimmt das Bistum. https://bistum-essen.praxis-sexualitaet.de/
  • telefonisches Beratungsangebot zur Studienveröffentlichung:
    Im Zeitraum vom 6. Februar bis einschließlich 19. Februar erreichen Sie unter der kostenfreie Hotline 0800 333 9 444 ein Beratungsangebot, das Sie schnell, anonym und unabhängig berät.
  • Informations- und Diskussionsveranstaltungen am 28.03. um 19 Uhr im Augustinushaus
    Vertreter*innen des Bistums werden am Dienstag, 28. März, um 19 Uhr die zentralen Ergebnisse der Studie sowie die daraus resultierenden Konsequenzen im Augustinushaus, Ahstraße 7, präsentieren und mit den Teilnehmenden vor Ort darüber ins Gespräch kommen.
Personen bei der Präsentation der IPP Studie
Pressekonferenz am 14.02.2023

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