Ein Festessen für wohnungslose Menschen
Vergangenen Dienstag fand im Augustinushaus das jährliche Festessen der ehrenamtlichen Caritas für wohnungslose Menschen statt. Neben dem fraglos guten Essen ist das echte Highlight dieses Termins vor allem, dass die Gäste sitzen bleiben dürfen und am Tisch bedient werden.
Einmal im Jahr lädt die ehrenamtliche Pfarreicaritas zum Festessen ins Augustinushaus ein, wo festlich eingedeckte Tische und ein mehrgängiges Essen auf die Gäste aus dem Wilhelm-Sternemann-Haus warten. In den Wochen zuvor waren dort um die 80 Einladungskarten persönlich verteilt worden. Alles sollte zeigen: Dieser Nachmittag ist etwas Besonderes. Und das nicht nur wegen des guten Essens.
Denn gutes Essen gibt es im Wilhelm-Sternemann-Haus durchaus regelmäßig. Das tägliche Mittagessen an der Husemannstraße für einen symbolischen Euro ist von guter Qualität. Auch besondere Aktionen und Lebensmittelspenden von Caterern sorgen immer mal wieder für Abwechslung, erzählt Christoph Fuß, Leiter der Wohnungslosenhilfe der Caritas.
Der entscheidende Unterschied beim Festessen der Pfarreicaritas liegt deshalb woanders: Die Gäste müssen nicht wie sonst in einer Schlange anstehen und sich selbst um ihr Essen kümmern. Sie dürfen sitzen bleiben und werden am Tisch bedient. Die Ehrenamtlichen der Pfarreicaritas bringen die Teller direkt zu den Gästen und sorgen dafür, dass niemand zu kurz kommt. Nachschlag? Selbstverständlich!
Auf den Tisch kamen diesmal Gulasch mit Rotkohl und wahlweise Klößen oder Spätzle – wer mochte, bekam auch beides. An eine vegetarische Alternative war ebenfalls gedacht. Das Räuchertofu wurde von einem Gast prompt als „das beste Räuchertofu, das ich je gegessen habe“ gelobt.
Auf eine Vorspeisensuppe wurde in diesem Jahr verzichtet – so bleibt mehr Raum für eine andere beliebte Aktion der Pfarreicaritas: den Hähnchenwagen, der in den Sommermonaten zur Freude aller ein zusätzliches Mal ans Sternemannhaus bestellt werden kann. „Ein guter Tausch, Vorspeisensuppe gegen Hähnchenwagen“, so schätzt das auch Christoph Fuß ein.
Ohne Nachtisch jedoch durfte das Festessen natürlich nicht enden: Eine cremige Mousse au Chocolat rundete das Menü ab – und auch diese Teller wurden restlos geleert. Die Rückmeldungen der Gäste waren durchweg positiv: „Fantastisch“ und „ein richtiges Sonntagsessen“ war allenthalben zu hören.
Nach rund einer Stunde wurde ab- und aufgeräumt. Für die Ehrenamtlichen der Pfarreicaritas war damit ein weiterer gelungener Nachmittag zu Ende. Vor allem aber konnten sie ihren Gästen für ein paar Stunden etwas schenken, das im Alltag nicht selbstverständlich ist: einen festlichen Rahmen, aufmerksame Bedienung und das Gefühl, einfach einmal Gast sein zu dürfen.
Die Arbeit der Pfarreicaritas unterstützen
Wer die Angebote für wohnungslose Menschen unterstützen möchte, kann mit einer Spende an die Pfarreicaritas dazu beitragen, dass Aktionen wie das jährliche Festessen oder der Hähnchenwagen weiterhin stattfinden können:
Pfarreicaritas St. Augustinus IBAN DE92 3606 0295 0016 1830 24 Bank im Bistum Essen
Text & Beitragsfotos: © J.L. Gutmann, Propsteipfarrei St. Augustinus
Foto der Caritas-Helfer*innen: © Jana Walter, Caritasverband Gelsenkirchen
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