Eröffnung der Manifesta 16 Ruhr
Am 20. Juni eröffnet die Manifesta 16 Ruhr ihre vielen Türen. Unter dem Motto „15 Wochen Kultur in eurer Nachbarschaft“ lädt sie von Juni bis Oktober zu Workshops, Vorträgen, Ausstellungen und Mitmachaktionen in 12 Nachkriegskirchen im Ruhrgebiet ein. Auch Gelsenkirchen ist dabei! Mehr Infos über die Biennale und die Veranstaltungsorte finden Sie hier.
Vom 21. Juni bis zum 4. Oktober 2026 ist das Ruhrgebiet Gastgeber der Manifesta 16 Ruhr. Die Manifesta ist eine europäische Wanderausstellung für zeitgenössische Kunst, die alle zwei Jahre in einer anderen Region Europas stattfindet. Im Ruhrgebiet beschäftigt sie sich mit einer Frage, die hier viele Städte und Kirchengemeinden bewegt: Was kann aus den zahlreichen leerstehenden Kirchengebäuden werden?
Unter dem Titel „This is not a church“ („Das ist keine Kirche“) richtet die Biennale den Blick auf ehemalige und künftig anders genutzte Kirchen. Der Titel mag zunächst provokant klingen. Gemeint ist jedoch nicht eine Absage an Kirche oder Glauben, sondern die Auseinandersetzung mit Gebäuden, deren ursprüngliche Nutzung sich verändert hat oder verändern wird. Die Manifesta will diese Orte zum Ausgangspunkt für Gespräche über Nachbarschaft, Gemeinschaft, Kultur und die Zukunft unserer Städte machen.
Mit Ausstellungen, künstlerischen Interventionen, Workshops, Vorträgen und Mitmachangeboten möchte die Manifesta neue Perspektiven auf diese besonderen Bauwerke eröffnen. Die Veranstaltungen richten sich ausdrücklich an die Menschen vor Ort und laden zum Austausch über die Zukunft der Kirchengebäude im Ruhrgebiet ein.
Veranstaltungsorte in Bochum, Duisburg, Essen und Gelsenkirchen
Das Besondere: Auch Gelsenkirchen wurde als Veranstaltungsort für die Manifesta ausgewählt. In den Kirchengebäuden der Thomaskirche und von St. Bonifatius in Erle sowie in St. Anna in Schalke-Nord und St. Josef in Ückendorf finden in den kommenden Wochen zahlreiche Veranstaltungen statt.
St. Josef in Ückendorf dient dabei sogar als Hauptquartier der Biennale: Im ehemaligen Pfarrhaus sind bereits seit dem vergangenen Jahr die Büros der Manifesta untergebracht. In der Kirche selbst wird seit dem Frühjahr zu Workshops, offenen Treffen und weiteren Veranstaltungen eingeladen.
Im Rahmen des Manifesta 16+ Programms werden in der Kirche St. Mariä Himmelfahrt in Buer unter dem Titel "Sing our Songs!" gemeinsam mit dem Musiktheater, Chormitgliedern sowie Laien Arbeiter*innenlieder gesungen.
Die Frage nach einer sinnvollen Nachnutzung von Kirchen beschäftigt bekanntermaßen auch die Propsteipfarrei seit vielen Jahren. Künstlerische Ideen und neue Perspektiven können dabei wichtige Impulse geben. Gleichzeitig haben die bisherigen Erfahrungen gezeigt, dass langfristige Nachnutzungskonzepte immer auch von praktischen Fragen wie Finanzierung, Trägerschaft und dauerhaftem Engagement abhängen. Umso wichtiger sind der Dialog zwischen allen Beteiligten, die Möglichkeit, Neues auszuprobieren, und auch die Freiheit, manchmal ein wenig zu träumen.
All dies könnte die Manifesta bieten: Wir laden alle Interessierten herzlich ein, die Veranstaltungen der Manifesta 16 Ruhr zu besuchen, sich inspirieren zu lassen und sich an den Gesprächen über die Zukunft dieser besonderen Orte zu beteiligen. Am 20. Juni um 18 Uhr findet auf dem Welterbe Zollverein die Eröffnungsfeier statt. Die Veranstaltungen der Manifesta sind kostenfrei. Weitere Infos finden Sie hier zum allgemeinen Programm, geführten "Open Walks", bei denen der gemeinsame Austausch in der Gruppe im Vordergrund steht sowie unter Manifesta 16+, das Projekte von lokal verankerten Initiativen besonders fördert.
Newsletter
Erhalten Sie den Newsletter der Pfarrei aus erster Hand - und vor allem umweltfreundlich als E-Mail.