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Pfarrei | #mitteilung

Klimaschutz in der Pfarrei

Nicht erst seit den Hitzerekorden der letzten Wochen wird auch in der Pfarrei im Kleinen und Großen daran gearbeitet, einen Beitrag für’s Klima zu leisten. Hier finden Sie verschiedene Beispiele - einige davon können Sie sogar gerne nachahmen!

Klimaschutz beginnt oft mit kleinen, konkreten Maßnahmen. Auch in der Propsteipfarrei St. Augustinus wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Projekte umgesetzt, die dazu beitragen, Ressourcen zu schonen, Energie nachhaltiger zu nutzen und die Folgen des Klimawandels vor Ort abzumildern.

Der von 2021 bis 2025 bestehende Kirchenvorstands-Ausschuss „Umwelt, Ethik und Soziales“ hat hierfür wichtige Impulse gegeben. So wurde unter anderem ein E-Auto für den Hausmeisterdienst angeschafft, eine Ladesäule am Parkplatz in der Klosterstraße eingerichtet und eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Verwaltungsgebäudes installiert. Darüber hinaus setzt die Pfarrei weitere Maßnahmen um, die sich an die veränderten Klimabedingungen anpassen und einen Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung leisten.

Hitzeschutz für die Pfarrwiese

An alle, die sich wundern, warum der Rasen aktuell im Pfarrgarten nicht gemäht wird... hier ist die Erklärung: Man stelle sich vor, man bekäme bei 35 °C einen Millimeterhaarschnitt und müsste den ganzen Tag ohne Mütze in der prallen Sonne stehen. Genau das passiert mit einem frisch gemähten Rasen: Die Sonne knallt direkt auf den Boden. Die Erde trocknet schneller aus, der Rasen wird braun und braucht viel mehr Wasser.

Die längeren Grashalme hingegen sind wie ein Sonnenschirm. Sie beschatten den Boden, halten Feuchtigkeit fest und schützen die Wurzeln vor der Hitze. Deshalb gilt: Bei großer Sommerhitze lieber gar nicht mähen oder das Gras etwas höher stehen lassen. Das spart Wasser, schont den Rasen und am Ende sieht er sogar besser aus. Das ist einfach Pflanzenphysik: Schatten hält den Boden kühler, und ein kühler Boden verliert weniger Wasser.

Gönnen wir dem Rasen im Garten also ein wenig Beschattung durch seine eigenen "Sonnenschirm-Grashalme" – Hitzestress hat er so schon genug. Sobald die Temperaturen es wieder zulassen und vielleicht auch mal wieder ein paar Regentropfen gefallen sind, wird die Pfarrgartenwiese natürlich wieder gemäht. 

Garagendachbegrünung an Thomas Morus

Ebenfalls auf Initiative des Ausschusses „Umwelt, Ethik und Soziales“ wurden die Garagendächer am Standort Thomas Morus begrünt. Dachbegrünungen schaffen zusätzliche Grünflächen, verbessern das Mikroklima, speichern Regenwasser und tragen dazu bei, versiegelte Flächen ökologisch aufzuwerten.

Für das Projekt wurden Fördermittel beantragt, die im Herbst 2025 bewilligt wurden. Im Rahmen des Projekts „10.000 Grüne Dächer“ hat die Zukunftsinitiative Klima.Werk der Emschergenossenschaft/Lippeverband die Maßnahme finanziell unterstützt. Anschließend wurde das Dach von einer Fachfirma begrünt. Seit diesem Frühjahr beginnen die Pflanzen langsam zu sprießen, doch bis das Garagendach in dichter grüner Pracht erscheint, wird es noch etwas dauern. Doch das eilt auch nicht: Die Pfarrei verpflichtet sich im Rahmen des Projekts auf eine Laufzeit von mindestens zehn Jahren.

Weitere Informationen zum Projekt „10.000 Grüne Dächer“ und zu den Förderbedingungen finden Sie hier: https://www.klima-werk.de/gruendachfoerderung/foerderbedingungen

(Texte: J.L. Gutmann, Text zur Pfarrwiese: B. Haak, Titelbild © Ulrike Brigitte Preus in: Pfarrbriefservice.de)

Ein Gründach, bezuschusst vom Klima.Werk ziert seit letztem Jahr die Garagen in St. Thomas Morus.

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