Neue Krippe für die Propsteikirche St. Augustinus

In der Frühjahrsausgabe hat das Magazin Lebensbahnen ausführlich über den mit der Kunstinitiative ars liturgica realisierten Kunstwettbewerb zur Gestaltung einer neuen modernen, zeitgenössischen Krippe für die Propsteikirche St. Augustinus informiert. In dieser Ausgabe zeichnen wir die aktuellen Entwicklungen nach.

Im Juni fand in der Propsteikirche ein Künstler-Kolloquium statt, zu dem alle an diesem Wettbewerb interessierten Künstlerinnen und Künstler eingeladen waren. An diesem Tag wurde den Anwesenden die Geschichte der Propsteikirche und der Pfarrei St. Augustinus vorgestellt. Auch die Befindlichkeiten der Menschen, die in Gelsenkirchen zu Hause sind und diese Kirche aufsuchen, wurden in den Blick genommen. All dies mit dem Ziel, eine möglichst passgenaue Krippe für unsere Kirche und für die Menschen in dieser Stadt zu entwerfen. 

Hierbei kam auch die Frage auf: An welchem Platz in der Kirche darf denn eine solche Krippe stehen? Eine durchaus entscheidende Fragestellung, zumal ein Künstler einen Ort mit ganz anderen Augen betrachtet, wie wir selbst es tun. Hierbei gilt es Aspekte des Denkmalschutzes zu berücksichtigen. So dürfen beispielsweise keine Nägel in die Kirchenwände geschlagen werden, auch das Verschieben von Altar, Tabernakel oder Kirchenbänken schließt sich aus. 

Mit einer fortwährenden Angst möchte Pastor Mirco Quint aber aufräumen: „Es ist bei vielen Menschen in der Gemeinde der Eindruck entstanden, dass wir im Zuge der Errichtung einer neuen Krippe unsere alte Krippe entsorgen würden. Dies ist mitnichten so. Tatsächlich werden wir auch im Jahr 2019 die alte Krippe, die bereits seit mehr als 60 Jahren hier steht, wieder in der Propsteikirche zeigen. Hinzu kommt eine neue Krippe, in deren Entstehungsphase wir uns mit ars liturgica auf den Weg gemacht haben, zeitgenössische Elemente zum Thema Menschwerdung abzubilden.“ 

Pater Philipp Reichling (Projekt- sprecher ars liturgica) ergänzt: „Wir möchten ein Zeichen setzen, dass wir hier auch in Zeiten des Sparens im Bistum Essen etwas Neues schaffen, das neue Impulse für das Gemeindeleben vor Ort setzen kann. Die Krippe soll als Brückenschlag zwischen zeitgenössischer Kunst und Liturgie verstanden werden.“ [ms] - Auszug aus den LebensBAHNEN 2/2019